Buchvorstellung: "Ein weiser Freund" - Teil 4

Die Fotografie

Fotografieren aus Liebe zur Natur

Ich fotografiere aus Liebe zu den kleinen Dingen in der Natur. Denn diese kleinen Dinge bergen ein ganz besonderes Potenzial. Schon alte Weisheiten besagen, man solle nicht das kleine Glück verpassen, während man auf das Große warte. Oder, das Glück sei der Weg und nicht das Ziel.

 

Für mich ist nichts vergleichbar mit dem Beobachten von Tieren und Pflanzen. Es gibt so viele kleine Veränderungen in der Natur im Laufe eines Jahres, dass es immer etwas Neues und Spannendes zu sehen gibt. All das habe ich direkt vor meiner Haustüre. Ich brauche nur wenige Schritte zu gehen, und schon kann ich es sehen und erleben. Konzentriere ich mich auf diese kleinen Dinge, dann ist mir nie langweilig, bin ich nie unzufrieden. Alle angeblich großen Dinge sind für mich unbedeutend, solange ich die kleinen Wunder erleben darf.

 

Doch für viele Menschen zählen heute bevorzugt die großen Dinge. Und deshalb nehmen sie all diese Kleinigkeiten, die unser Leben auf besondere Weise bereichern können, gar nicht mehr wahr. Daher konzentriere ich mich mit meiner Fotografie darauf, die kleinen Dinge wieder sichtbar zumachen. Ich will diesen Geschöpfen eine Möglichkeit geben, uns wieder ihren Wert erkennen zu lassen.

Der fotografiesche Stil

Unschärfe ist in der Fotografie ein Gestaltungselement, mit dem man ganz unerwartete Effekte erzielen kann, so, wie uns auch die Natur mit ihrer Vielfalt und Pracht immer wieder zu überraschen vermag. Die überwiegende Reduktion auf Form und Farbe wirkt malerisch, fast abstrakt. Leuchtende Farben, ungewöhnliche Blickwinkel und verblüffende Strukturen ergeben phantasievolle Bilder, die vielleicht weniger über das Äußere, aber so manches über das Wesen, des Abgebildeten verraten. Natur abstrakt zu fotografieren erfordert eine andere Auseinandersetzung mit den Motiven. Ziel ist es nicht, Arten zu porträtieren, sondern die Wesenszüge der Pflanzen und Tiere im Moment der Aufnahme im Bild einzufangen. Dies gibt dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen.

 

In meiner Fotografie stehen weder Kameratechnik noch Bildbearbeitung im Vordergrund. Für mich zählt das Zusammensein mit diesen wundervollen Lebewesen, das Beobachten meiner Motive sowie das Ziel, diesen Geschöpfen eine Stimme zu geben. Die Kamera ist nur das notwendige Mittel, um meine Beobachtungen mit anderen teilen zu können. Ich verwende nur einfache Grundfunktionen meiner Kamera, und ich bearbeite meine Bilder nicht am Computer. Ich möchte die Natur in Ihrer eigenen Pracht zeigen und nicht verfälschen. Zudem verbringe ich am liebsten soviel Zeit wie möglich in der Natur. Dies ist ein weiterer Grund für mich, auf die nachträgliche Bearbeitung meiner Fotos zu verzichten.

Zum Abschluss dieser Buchvorstellung gibt es noch einen ganz besonderen Tipp.

Freuen Sie sich schon jetzt!







Weitere Teile dieser Buchvorstellung:

Teil 1: Die Buchidee

Teil 2: Leseprobe

Teil 3: Hintergründe

Teil 4: Die Fotografie

Teil 5: Tipp: Tierkommunikation


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