Buchvorstellung: "Das träumende Pfauenauge" - Teil 3

Leseprobe

Ein Schwarm Spatzen saß beieinander und klagte über den Winter.

"Wenn nur der viele Schnee nicht wäre", stöhnte einer.

"Und dann diese langen dunklen Nächte", klagte ein anderer.

"Diese frostigen Temperaturen sind das Schlimmste", beschwerte sich ein dritter.

"Nein, dieser hartnäckige Hochnebel ist das Abscheulichste, was wir haben", widersprach ein weiterer.

 

Plötzlich kam ein Rabe angeflogen und ließ sich auf einem nahen Ast nieder. Eine Weile hörte er den jammernden Spatzen zu, schließlich sagte er: "Wenn euch kalt ist, dann bewegt euch und pickt viele Körner."

"Wir tun den ganzen Tag nichts anderes, aber es hilft nicht", riefen sie im Chor.

 

Der Rabe sah die Spatzen mitleidig an und überlegte, ob sie wirklich den ganzen Tag nur mit der Suche nach Futter verbrachten. Da hatte er eine Idee. In den schönsten Worten, die er finden konnte, erzählte er ihnen vom Frühling. Von den leuchtenden Sonnenstrahlen, die die Erde wach küssen und allen Vögeln das Gefieder wärmen. Von den weißen und gelben, roten und blauen Blumen, die ihren lieblichen Duft verströmen. Vom vielstimmigen Gesang der Vögel und vom Summen der Bienen, welches die Luft erfüllt. Und er erinnerte die Spatzen daran, wie sie Nester bauen und ihre Jungen aufziehen würden.

Da wurde es den Spatzen sehr warm ums Herz und sie lobten den Raben, der ihnen mit seiner Dichtkunst den Frühling geschenkt hatte.

Im nächsten Blogbeitrag erfahren Sie mehr über meine Beziehung zur Natur.





Kommentar schreiben

Kommentare: 0